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Ratgeber · Budgetieren

Die 50-30-20-Regel einfach erklärt

Lesezeit ca. 4 Minuten · Mit Rechenbeispiel

Du willst deine Finanzen ordnen, aber Budgetieren klingt kompliziert? Die 50-30-20-Regel ist eine einfache Faustformel, mit der du dein Einkommen sinnvoll aufteilst – ohne jede Ausgabe einzeln zu tracken. Perfekt für den Einstieg.

Hinweis: Info- und Bildungsbeitrag, keine Anlageberatung. Angaben ohne Gewähr.

Was ist die 50-30-20-Regel?

Die Idee: Du teilst dein Netto-Einkommen in drei Töpfe auf.

50 %30 %20 %

Ein Rechenbeispiel

Angenommen, du hast 2.000 Euro netto im Monat:

TopfAnteilBetrag
Bedürfnisse50 %1.000 €
Wünsche30 %600 €
Sparen & Investieren20 %400 €

Die 400 Euro sind der spannende Teil: Genau dieses Geld baut über die Jahre – dank Zinseszins – ein echtes Vermögen auf.

Warum die Regel so gut funktioniert

Die Regel anpassen

Die 50-30-20-Regel ist eine Orientierung, kein Gesetz. In teuren Städten sind die Bedürfnisse oft höher als 50 %. Wer sehr sparsam lebt, schafft auch 30 % oder mehr fürs Sparen. Wichtig ist die Richtung: feste Miete klein halten, Wünsche im Rahmen, ein fester Teil fürs Sparen. Selbst mit 10 % Sparquote bist du besser dran als mit 0 %.

Wohin mit den 20 %?

Eine sinnvolle Reihenfolge:

  1. Teure Schulden abbezahlen (z. B. Dispo, Ratenkredite).
  2. Notgroschen aufbauen – 3–6 Monatsausgaben aufs Tagesgeld. Mehr dazu: Notgroschen: wie viel?
  3. Langfristig investieren – z. B. per ETF-Sparplan, damit dein Geld für dich arbeitet.
Aus deiner Sparrate wird… ausrechnen →

Häufige Fragen (FAQ)

Netto oder brutto rechnen?

Immer mit dem Netto-Einkommen – also dem, was tatsächlich auf deinem Konto landet.

Was, wenn 50 % nicht für die Bedürfnisse reichen?

Dann passt du die Anteile an (z. B. 60-20-20). Ziel bleibt, einen festen Teil fürs Sparen zu reservieren und die Wünsche bewusst zu begrenzen.

Ist die 20 % Sparquote realistisch?

Für viele ja – für andere ist sie erstmal ein Ziel. Fang mit dem an, was geht, und erhöhe die Quote mit der Zeit.

Fazit

Die 50-30-20-Regel bringt Ordnung in deine Finanzen, ohne dich einzuengen: die Hälfte fürs Nötige, ein Drittel für den Spaß, ein Fünftel für deine Zukunft. Der wichtigste Topf ist der letzte – denn daraus entsteht mit der Zeit dein Vermögen.

Weiterlesen:

Erster Schritt: Notgroschen aufbauen · Dann: ETF-Sparplan für Anfänger · Warum sich Sparen lohnt: Zinseszins erklärt.

Keine Anlageberatung. Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und Bildung. Alle Angaben sind vereinfachte Beispiele und Orientierungen, keine Empfehlung. Ohne Gewähr, Stand 2026.